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2562 Jahre Eheleben vereint

Jubiläum der Paare aus dem Pfarrverband Trostberg feierten gemeinsam in der Schwarzau
(von Christine Limmer)

60 Paare aus dem Pfarrverband Trostberg feierten am Christkönigssonntag ihr Hochzeitsjubiläum in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt“ in der Schwarzau. Der Kirchenchor und die Streicher unter der Leitung von Konrad Späth brachten den Dank für die insgesamt 2562 Jahre und fast 22,5 Millionen gemeinsamer Stunden der anwesenden Paare gesanglich dar. Mit der „Missa brevis“ von Pater Angerer wurde der Gottesdienst feierlich umrahmt. Am längsten verheiratet sind Maria und Josef Irlweg (67 Jahre), Marille und Georg Schlagberger (67 Jahre) sowie Josefine und Alois Gebauer (66 Jahre).

Kaplan Michael Maurer stellte heraus, dass die Familie die kleinste Keimzelle des Glaubens sei, von der vieles in Sachen Glaube und Kirche verbreitet werde. „Ihr Jubelpaare gebt Zeugnis für eine lebbare Ehe“, lobte er. Er wisse wohl, dass eine Ehe nicht immer einfach zu führen sei. So gebe es in einer Partnerschaft immer wieder Tränen der verschiedensten Art.
In Gedichtform ließ er die
Paare auf ihre Ehe zurückblicken. Es gebe Angsttränen, wenn Zweifel plage oder zuviel verlangt werde. Die Tränen der Trauer würden bei Verlust oder nicht erfüllten Träumen vergossen, die Zornestränen dagegen bei Ungerechtigkeit oder nicht erfüllter Anerkennung. Doch gebe es auch Tränen, die ein Leben wertvoll machen, wie etwa Freudentränen. Beim Hochzeitsantrag und der Hochzeit selbst sowie bei der Geburt der Kinder werden erfahrungsgemäß viele Freudentränen vergossen. Aber auch wenn sich der Erfolg in Beruf einstellt oder eine Versöhnung gelungen ist. „Gott nimmt die Tränen an, damit die Seelen heil werden“, versprach Maurer. Er gab den Paaren die Zeit, inne zu halten, um die kostbarsten Tränen der Dankbarkeit vor Gott zu bringen.

Nach dem Gottesdienst erhielten die Paare den Einzelsegen von Kaplan Michael Maurer und Diakon Dr. Gregor Herth.
Beim Sektempfang
im Pfarrheim hatten alle nochmal die Möglichkeit, gemeinsam auf ihre Ehezeit zurückzublicken. Dabei wurde auch über so manche Kennenlerngeschichte geschmunzelt. „Möge euch Gott eure gemeinsame Zeit vergelten“, so entließ Maurer die Paare in die weitere Zeit.

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